„Rotes Rauschen“ zeigt an den Füßen aufgehängte Leiber, die kopfunter im Raum baumeln und auf schwarze Leichtschaumplatten projiziert werden. Der Titel spielt auf das Blut an, das die Köpfe zu sprengen droht, und verweist zugleich auf das vom Bildschirm her vertraute „Weiße Rauschen“, das flimmernde Leere bedeutet, Abwesenheit jeglicher Information und die Unendlichkeit statischer Bewegung. Die Skala möglicher Assoziationen reicht von hängenden Schweinehälften im Schlachthaus und Horrorbildern leider noch immer praktizierter Foltermethoden bis hin zum Nervenkitzel modischer Extremsportarten und der in Angst- und Wunschträumen erlebten Schwerelosigkeit.

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